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Über ‚Was die Bibel erzählt'

 

1965 rief die Niederländische Bibelgenossenschaft (NBG) eine Kommission von Fachleuten zusammen,
die aus Psychiatern, Theologen, einem Chefarzt, Professoren, Pfarrern, Pastoren, Rabbinern, Lehren und einer Hofdame bestand. Der Zweck der Unternehmung war, eine Reihe von Bibelgeschichten für geistig behinderte Jugendliche zu erstellen. Die Reihe sollte in einzelnen Teilen herausgegeben werden.
Die Zeichnungen sollten so anschaulich sein, dass der Text nur als Unterstützung zu dienen brauchte.

Viele Künstler reagierten auf den Aufruf, eine Probezeichnung einzuschicken. Kees de Kort wurde ausgewählt. Die Zusammenarbeit der NGB- Kommission und Kees de Kort hatte die Reihe ‚Was die Bibel erzählt' zum Ergebnis. Davon sind innerhalb von 20 Jahren 28 Teile erschienen. Es ist nun 40 Jahre her,
dass der erste Teil ‚ Jesus ist geboren' erschien. Zehn Teile widmen sich dem Alten Testament und
achtzehn Teile dem Neuen Testament.

Um sich in die Materie einzuarbeiten, besuchte Kees de Kort geistig Behinderte und entdeckte,
dass es große Unterschiede in den Fähigkeiten gibt. Für die Meisten galt allerdings, dass sie kaum lesen konnten. Diesen Umstand teilen sie mit Kindern, eine andere wichtige Zielgruppe. Deshalb versuchte
Kees de Kort sich selbst beizubringen, wie ein Kind zu schauen.

Die Figuren stehen auf einer Grundlinie und es gibt wenig Perspektive. Die Komposition setzt sich aus großen farbigen Flächen zusammen. Fast immer stehen Menschen zentral und ihre Gesichter lassen
auf den ersten Blick Gefühle erkennen. Die Figuren aus der Bibel sind leicht wieder zu erkennen
- wenn sie in mehreren Geschichten vorkommen, haben sie das gleiche Aussehen und die gleiche Kleidung. So trägt Jesus immer denselben Mantel. Unmittelbar als derjenige zu erkennen, um den sich alles dreht, doch zugleich als Mensch unter Menschen.

Kees de Kort hat keine Kinderbibel gemacht, sondern eine Bibel für Kinder. Das heißt, dass die Bibel
nicht mit den eigenen Worten, Zufügungen und Erfindungen eines Autors nacherzählt wird.
Die Texte sind eine Bearbeitung des Originaltextes der Bibel. Sie sind kurz und bündig.
Die Kinderbibel von Kees de Kort ist eben weniger eine ‚Vorlesebibel', als vielmehr eine ‚Anschaubibel'.

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